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Jeder kann online lernen. Die Angebote sind vielfältig, die Notwendigkeit einer individuellen Weiterbildung wächst. Gleichzeitig wächst auch das Bewusstsein für die erforderliche Vielfalt und Qualität von Lernformaten. Webinare sind ein solches und bestechen durch Interaktivität und digitale Präsenz. Verstärken Sie den Lerneffekt Ihrer Webinare mit diesen 6 Bausteinen.

Das Problem

Die Vielfalt an Lebens- und Arbeitsmodellen, die sich in unserer modernen Gesellschaft ausentwickelt hat, führt zu einem sich stetig diversifizierenden Angebot Lernformate. Die Folge: Lebenslanges Lernen wird in Zukunft immer wichtiger. Verantwortlich dafür ist u.a. der technologische Fortschritt, der diese Entwicklung nicht nur erfordert, sondern vor allem ermöglicht. Und somit steigt der Bedarf an wirkungsvollen Lernformaten, die in den Alltag der Menschen effizient und effektiv zu integrieren sind.

Für Unternehmen ist die Erweiterung bestehenden Wissens ihrer Mitarbeiter primäres Ziel, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf Seiten der Arbeitnehmer steht zusätzlich das Bedürfnis (oder die Notwendigkeit), sich beruflich neu zu orientieren oder durch einen Stellenwechsel erforderlich gewordene Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Statt klassischer Präsenzveranstaltungen scheint es, als seien MOOCs, Massive Open Online Courses, die Zukunft der individuellen Weiterbildung. MOOCs sind On Demand verfügbare Lehrpakete, bestehend aus Folien, Videos, Aufgaben, Prüfungen, Foren zur Diskussion und abschließender (meist kostenpflichtiger) Zertifikate.Sie sind grundsätzlich jedem registrierten Nutzer zugänglich.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Anwendungsfälle und Präferenzen der Wissensverarbeitungen, ist die Vielfalt nur angemessen. Was sich alles erstmal gut anhört, weist noch Ecken und Kanten auf. Führt das diversifizierte Angebot wirklich dazu, dass jeder gut online lernen kann?

Die Diskussion um das Für und Wider von digitalen Lern-Formaten werden Unternehmen in Zukunft gekonnt umgehen: Laut einer Statista Umfrage setzen diese auf Blended Learning, also der Kombination von Präsenz und Online-Formaten. Dahinter könnte man das steigende Bewusstsein für die Lerneffektivität der investierten Zeit zu erkennen, zumindest aber vermuten.

Statistik: Welche Anwendungen werden beim eLearning in den nächsten drei Jahren kommerziell sehr erfolgreich sein?

Statista: Welche Anwendungen werden beim eLearning in den nächsten drei Jahren kommerziell sehr erfolgreich sein?

Thema Commitment

Nein. Nicht, wenn die essentiellen Verstärker von Lerneffekten nicht richtig eingesetzt werden. Solche Verstärker sind zum Beispiel Interaktivität und Zugänglichkeit.

Eine Studie über die Bedeutung von Usabilty für das Lernen mit digitalen Medien zeigte, dass der vielfältige Einsatz von Medien zwar Einfluss auf die Aktivierung und Teilhabe der Probanden hatte – jedoch bewerteten diese anschließend die einfache Gruppendiskussion als eine der effektivsten Lerneinheiten.

Während eine Präsenzveranstaltung durch physische Nähe, soziale Kontakte und auch mitunter angenehmen Ortswechsel besticht, liegen die Vorteile digitaler Lernformate in der Raum- und Zeitunabhängigkeit.

Eine solche Unabhängigkeit stellt aber gleichzeitig auch die größte Hürde dar: Die Abbruchquote der MOOCs ist enorm hoch. (Diese sinkt bei einer zu errichteten Gebühr allerdings signifikant, von 60 auf 10%.)

Sicherlich sind die Gründe dafür individuell und schwer zu pauschalisieren, jedoch weisen Lernformate mit zeitlichem und räumlichen Commitment weitaus geringere Abbruchquoten auf. Für besseres online lernen bedeutet das: Gemeinsames Lernen und Lehren hat Einfluss auf die Motivation zum Abschluss einer Lerneinheit.

Die Verstärker von Lerneffekten in Webinaren

Mit einem Live-Webinar geht auch das in digitaler Form. Der Lehrende im Webinar-Raum und die Anwesenheit der Mitstreiter im Chat ist ein entscheidender Vorteil gegenüber On Demand.

1 Schaffen Sie Resonanz auf Chat-Beiträge

Im direkten Austausch wird unmittelbares Feedback möglich, Teilnehmer erfahren direkte Resonanz auf ihre Beiträge. Angenehmer Nebeneffekt: Im Gegensatz zu einer Vorlesung, in der das Unterbrechen des Vortrags mit dem Satz „Können Sie das nochmal wiederholen, das habe ich nicht verstanden“ eher unwahrscheinlich ist, fällt die Hürde der Scham oder Scheu vor zu vielen Augenpaaren weitgehend weg.

Aktives „Zuhören“ im Chat braucht zwar Zeit, lohnt sich aber. Nachfragen zeigt, dass Sie Fragen ernst nehmen und korrekt verstehen wollen. Geben Sie ehrliches, gut formuliertes Feedback aus der Ich-Perspektive und ohne Verallgemeinerungen.

Fragen Sie auch immer wieder nach eigener Einschätzung des Wissens. Das geht einfach über Umfragen, oder bitten Sie die Zuschauer, persönliche Notizen zu pflegen. Das schult die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Da viele Menschen nicht wissen, wie und auf welche Art sie am besten lernen, liegt in einer Selbsteinschätzung ein erster Schritt zur Selbsterkenntnis darüber.

2 Verbindungen herstellen durch Emotionen

Emotionen einzusetzen bedeutet im Grunde nichts anderes, als assoziatives Denken anzuregen. In einem Webinar soll keiner vor Rührung in Tränen ausbrechen müssen. Dennoch entspricht eine rein rationale Adressierung nicht im Ansatz der gewaltigen Komplexität unseres Gehirns. Jemanden emotional zu berühren, kann nicht immer erfolgreich geplant werden. Dafür sind Menschen zu unterschiedlich. Jede Metapher, jedes Bild und Beispiel erhöht allerdings die Wahrscheinlichkeit.

Im Vergleich zu einer Präsenzveranstaltung erscheint das Gesicht des Lehrenden ziemlich nah. Eine gewisse Nähe wird also immer da sein, wieso also nicht gleich auch Persönlichkeit zeigen? Sie sprechen so die Empathiefähigkeit Ihrer