Die neusten Trends und Entwicklungen in der Retail Branche

Retail Branche: Stationärer Handel im Wandel

Mobile Suchanfragen bei dem größten Suchmaschinenanbieter “Google” steigen. Mobile Suchanfragen werden in Deutschland bereits über 60 Prozent genutzt, in den USA noch deutlich mehr. Aufgrund dieser Entwicklung wird auch die Retail Branche in Zukunft verstärkt mobil optimieren. Neben dem “Mobile First”-Ansatz gibt es noch weitere Ansichten:
Menschen rücken wieder in den Mittelpunkt – Hybride Konzerne vereinen hierbei beispielsweise Einkaufszentren und Lifestyle Oasen in einem und ermöglichen dadurch die Integration dieser Orte in den Alltag der Menschen. Auch künstliche Intelligenz wird im Retail zunehmend ein Thema.

Retail Recruiting

Nach diesem Trendbegriff ist der typische Verkäufer hinter der Kasse ein Auslaufmodell. Der Handel ist auf neue und digital affine Mitarbeiter angewiesen. Diese nennen sich Digitalexperten der Retail-Branche, gerade die jungen Generationen sind hierfür prädestiniert.

Robo-Retail

Bereits definierte Prozesse sind nach diesem Trend weiter zu automatisieren, vor allem in der Logistik und Lagerhaltung kommt Robotertechnik zum Einsatz.

Voice Commerce

Voice Commerce ist eine intelligente Weiterentwicklung des derzeit beliebten E-Commerce. Unabhängig von Bildschirmen ermöglichen Digitale Sprachassistenten das Einkaufen per Sprachsteuerung.

Geofencing

Das Post-Beacon-Zeitalter hat begonnen. Exkurs Beacons
Heute werden Botschaften mittels Geofencing gezielt an Nutzer ausgesteuert. Geofences werden dazu verwendet, Personen über GPS, WLAN oder Mobilfunksignale zu orten, um ihnen in einem geographischen Areal Nachrichten zu schicken. Smartphone-Nutzer werden beispielsweise über Angebote in einer naheliegenden Filiale benachrichtigt, oder auf ein Event hingewiesen.
Voraussetzung für den Empfang einer solchen Push-Nachricht ist, dass der Nutzer zuvor eine entsprechende App heruntergeladen und sein Einverständnis für den Empfang derartiger Nachrichten gibt. Der beim Geofencing eingegrenzte Bereich kann als Radius um einen angegebenen Mittelpunkt festgelegt werden. Dabei wird der Geofencing-Bereich als Kreis oder Rechteck definiert. Es können kleine Flächen oder auch ganze Städte werden.

Shopping 4.0

Begehbare Onlineshops, Omnichannel Handel, Virtuell Reality, automatisches Bezahlen beim Verlassen des Geschäfts. Welche Trends begegnen uns im Einzelhandel?
 Ist ein einheitliches Einkaufserlebnis die Zukunft? Werden der stationäre Handel und der Online-Handel näher zusammengebracht, können Kunden anders angesprochen werden, das Einkaufserlebnis steigt und der Einzelhandel profitiert durch stärkere Kundenbindung.

Augmented Reality Spiegel

Virtuelle Anprobe von Kleidung: Stellen Sie sich einen lichtdurchlässigen Spiegel vor. Lichtdurchlässig, damit das Bild des dahinterliegenden Displays hindurchscheint. Es entsteht eine Mischrealität aus natürlicher Reflektion und digitaler Projektion auf der Oberfläche des Spiegels. Im Rahmen verbauten 3D-Sensoren erfassen den Nutzer des Spiegels und sorgen für einen fließenden Übergang zwischen realer und digitaler Bildtransformation. Weil der Spiegel die Kleidung digital auf den Körper des Spiegel-Nutzers projiziert, muss die Kleidung nicht mehr im Laden ausgestellt werden. Außerdem können sich Mitarbeiter in Geschäften Kundenprofile für eine persönliche Beratung anzeigen lassen.
 Amazon sieht großes Wachstumspotential: Erst im Oktober 2017 erwirbt Amazon das New Yorker Startup Body Labs, das sich auf automatisierte Erstellung von 3D-Modellen des menschlichen Körpers mittels Tiefensensoren und spezieller Algorithmen spezialisiert hat.
Die Idee eines Reality-Spiegels zum Anprobieren von Kleidung ist nicht neu. Ein US-Unternehmen namens “Memomi” zeigte bereits im August 2015 den Memory Mirror. Den Memory Mirror kann man sich als riesiges Display mit einer Kamera vorstellen. Die Kamera „filmt“ den Nutzer beim Anprobieren. Die Farbe des getragenen Kleidungsstücks kann nach der Aufnahme angepasst werden.
Auch in einer Hamburger Filiale des Juwelier Christ hat sich der Schmuckkauf geändert: Kunden können sich im Geschäft an interaktiven Touchscreens über Marken-, Produkt- und Service-Themen informieren. Ein interaktiver Spiegel „Magic Mirror“ lädt zur virtuellen Anprobe einer Kette ein, die nur als Online-Artikel bei Christ verfügbar ist. Augmented Reality vermittelt den Kunden einen ersten Eindruck, ob das Schmuckstück zum persönlichen Style passt.

Virtual Reality Tour in deutschen Saturn Märkten

Zur Zeit können Saturn Kunden in der virtuellen Welt einkaufen gehen.
 Kunden können durch eine VR-Brille in eine virtuelle Einkaufswelt eintauchen und dort Produkte in 3D betrachten und anschließend kaufen – beispielsweise in einer Raumstation auf dem Planeten Saturn. Mitarbeiter des Konzerns können sich als Avatare hinzuschalten und in der virtuellen Welt ihre Kunden beraten. Mehr dazu

Customer Experience

Das Kundenerlebnis rückt an die Spitze und überschattet alle weiteren Faktoren. Es wird erwartet, dass immer mehr Händler Omni Channel Handel (vertriebskanalübergreifend) betreiben werden. Zunehmend werden neue Technologien, wie mobile Bezahlvorgänge oder intelligente Regale auf den Markt kommen. Im Januar 2018 hat Amazon sein erstes Lebensmittelgeschäft in Seattle eröffnet. „Amazon Go“ setzt auf Kameras und Sensoren, um zu verfolgen, was Käufer aus Regalen nehmen und was sie zurückstellen. Auch Kassen werden hier überflüssig. Nach dem Verlassen des stationären Geschäfts wird mittels hinterlegter Kreditkarte abgerechnet. Um einen Einkauf zu beginnen, müssen Kunden ihre Amazon-Go-App scannen und ein Drehkreuz passieren. Wenn jemand mit einem Gegenstand das Geschäft durch das Drehkreuz verlässt, wird sein zugehöriges Konto belastet. Legt ein Kunde einen Artikel zurück in das Regal, wird der Artikel auch aus seinem virtuellen Einkaufswagen entfernt. Mehr dazu
Auch Ikea setzt weiter auf Customer Experience. Die Ikea-Filiale Berlin-Lichtenberg glänzt seit Oktober 2017 mit der Integration eines VR-Projekts in die digitale Konfiguration von Möbelstücken. Mithilfe einer Oculus Brille lassen sich in einem interaktiven Showroom verschiedene Stile der Kategorien Living und Küche kombinieren und Produkte konfigurieren. Das Tool ist auch von zu Hause aus anwendbar, vorausgesetzt eine Oculus-Brille ist vorhanden.

Sprechende Künstliche Intelligenz

Bis 2021 werden bereits zwei Milliarden Menschen sprechende KI regelmäßig nutzen.
 KI wird zu einem essentiellen Werkzeug, über das Kunden recherchieren und Produkte kaufen können.

Schnelle Lieferzeit

Bis zum Jahr 2025 sollen schnelle Lieferungen um 40 Prozent jährlich zunehmen. So ist die DHL bereits dabei, eine Drohne namens „Paketkopter“ zu testen. Lieferdrohnen könnten die nächste disruptive Technologie der Lieferkette sein.

By |7. Februar 2018|Allgemein|0 Comments

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