Das eine Webinar funktioniert besonders gut, während ein anderes zum echten Rohrkrepierer mutiert. Der Grund dafür liegt in dem Einsatz der wohl größten Stärken, die ein Webinar hat: Interaktion. Schauen wir uns die drei Szenarien an, bei denen ein Webinar Ihrer Zielgruppe einen echten Gewinn beschert.

Mythos Motivation: Die Mitarbeiter als Mitmacher!

 

 

Reinhard K. Sprenger ist nicht nur ein bekannter Buchautor und Management-Berater, sondern auch ein feinsinniger Philosoph, der in seinen Büchern und Seminaren öffentlich über Führung nachdenkt. Sein Buch „Mythos Motivation – Wege aus einer Sackgasse“ gilt schon lange als ein Klassiker der Management- und Führungslehre. Der Mitarbeiter mit auf den Weg zum unternehmerischen Erfolg nehmen will, muss nicht nur die bekannten De-Motivatoren ausschalten, sondern auch die intrinsische Motivation stärken.

Wie hängt das mit einem internen Webinar für Mitarbeiter zusammen? Das Stichwort ist: Teilhabe! Ab einer bestimmten Unternehmensgröße können Führungskräfte leider nicht mit allen Mitarbeitern das persönliche Gespräch pflegen. Glücklicherweise verfügt das Format der Webinare über einen ganz entscheidenen Vorteil, den interaktiven Rückkanal. Ob im Chat, durch Umfragen oder Live-Wortmeldungen – hier kommt nicht nur das Gefühl auf, gehört zu werden. Hier entsteht durch die Rückmeldung für Führungskräfte auch eine klare Reflexion.

Sind die Mitarbeiter bei den strategischen Gedanken und taktischen Vorhaben noch dabei? Kommen neue Vorschläge auf den Tisch, die sich manch eine Kollegin oder Kollege nicht getraut hat, in einem face-to-face Event zu äußern? Längst ist in Zeiten der Digitalisierung klar, dass wir nicht nur im One-to-One wichtige Impulse austauschen können, sondern uns aller digitalen Möglichkeiten bedienen sollten, die Mitarbeiter von „Arbeitern“ zu Mit-„Machern“ zu machen. Sie werden überrascht sein, wie positiv das Feedback der Mitmacher ausfallen wird.

Ein Webinar zur Partner Promotion

Der indirekte Vertrieb – nennen wir ihn den Partner-Channel – hat auch in Zeiten des E-Commerce längst noch nicht ausgedient. Wenn fachliche Expertise, lokale Präsenz und digitale Geschäftsmodelle zusammenkommen, dann wird kaum ein Anwender seinem Partner des Vertrauens den Rücken zukehren. Das kann ich dank eines guten Netzwerks ganz konkret (fast) jeden Tag erleben, aber habe auch diese Studie dazu gelesen. Mit den richtigen Partnern können Sie also mal richtig Gas geben im Webinar-Business.

Webinar Matrix mit den drei Bereichen Sales-, Partner- oder Mitarbeiter-Webinar.

Mit dieser Matrix behalten Sie die möglichen Webinarformate im Blick.

Kleines Szenario gefällig: Sie sind ein Hersteller. Sie laden zwölf Ihrer Partner ein, eine Webinar-Serie mit Ihrer Kompetenz und Ihren Kontakten zu unterstützen. Natürlich wissen wir, dass kein Partner ohne guten Grund seine wichtigen Geschäftskontakte einfach mal so an Sie weitergibt. Ein Webinar richtig einsetzen bedeutet folgendes: Veranstalten Sie das Webinar über ein Trust-Center des Webinar-Experten, der für jeden Partner individuelle Kontakt-ID’s managed. Diese stellen sicher, dass die Webinar-Teilnehmer aus der Kontaktliste anschließend nur dem richtigen Partner zurückgespielt werden.

Den Verkaufskanal in die erste Reihe setzen

Ergänzt um eine Promotion an Neukunden erhält der Partner nicht nur aktualisierte Informationen über seine Kontakte, sondern zusätzlich auch noch vielversprechende Leads für seine Nachbearbeitung. Plötzlich sind Sie als Marketing-Entscheider(-in) nicht mehr allein im Boot, wenn es um Inhalte und Promotion einer neuen Idee, einer neuen Lösung geht. Stattdessen haben Sie Ihren wichtigsten Vertriebskanal gleich in die erste Reihe gesetzt.

So profitieren wichtige Partner nicht nur von den direkten Ergebnissen einer eigenen Webinar-Serie. Sie organisieren auch gleichzeitig eine Content-Maschine für Ihre wichtigen Partner, die das mit eigenen Ressourcen gar nicht stemmen könnten. Wer Partner also frühzeitig und integer in seine Webinar-Planungen einweiht und mit einem Trust-Center auf neutrales Data-Management setzt, der erhöht nicht nur die Reichweite der Kampagne. Er zeigt gleichzeitig höchste Wertschätzung für den wichtigen Vertriebskanal.

Im Webinar mittendrin, statt nur dabei

Zugegeben, ich habe mich bei der Zwischenüberschrift von einer älteren Werbekampagne von Sport1 inspirieren lassen. Gerade für die Webinar-Szenarien erscheint mir das „mittendrin“ so wichtig, dass ich hier auf einen besonderen Fokus eingehen möchte. „Ganz viele Teilnehmer“. Das steht meist ganz oben auf der Wunschliste der Marketing-Entscheider(-innen), wenn sie nach den Top-3 Zielen für die Durchführung eines Webinars gefragt werden.

Vor kurzem erklärte mir ein Unternehmen: Die Zahlen sind ja prima, aber von den 170 Teilnehmern sind für uns zu wenige CxO’s dabei. Klar, denke ich mir. Das Thema war auch schon eher technisch formuliert. Eher aus Sicht des veranstaltenden Unternehmens, als aus der Perspektive der CxO’s. Hochkarätige Experten und Entscheider lassen sich nicht so einfach verführen, wenn es um Ihre Zeit geht.

Die Vordenker für Morgen

Für eine Ego-Betrachtung des werbenden Unternehmens möchten sie diese selten bereitstellen. Diese Vordenker für das Geschäft von Morgen haben eine andere Agenda:

1) Sie wollen wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

2) Sie wollen mitdiskutieren und nicht nur Empfänger von Botschaften sein.

3) Sie brauchen Neues, statt Bekanntes.

Und schon sind wir mittendrin in der Arena der Premium-Formate, um ein Webinar richtig einzusetzen! Folglich sehen die Ausgangsvoraussetzungen für ein Premium-Webinar auch vollkommen anders aus, als bei den bekannten „Dabei sein“-Events. Wenn wir uns schon an die wertvollen Entscheider in den Unternehmen wenden, müssen wir es von Referentenseite mindestens genauso halten.

Augenhöhe ist ein wichtiges Merkmal in der Dramaturgie der Durchführung. Augenhöhe bedeutet, dass wir als Referenten einen oder mehrere Experten benötigen, die hierarchisch auf gleichem Niveau wie unsere Teilnehmer agieren können. Gleichzeitig müssen diese neues Wissen transportieren. Nur über Neuigkeiten ergeben sich Gesprächsansätze, die zum Nachfragen animieren und das wahre Erlebnis des „mittendrin“ vermitteln.

Also: Augen auf bei der Expertenauswahl und mutig in neue Themen springen. Dann gelingt auch der Schulterschluss mit den Vordenkern in den Unternehmen.